Klootschießerkreis 1 Butjadingen

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International

Road Bowling all over the World!

Deutschland Dieser Artikel befasst sich mit der Situation des Boßelns innerhalb Deutschlands. Dabei wollen wir hier einmal die Situation innerhalb des größten Verbandes FKV beleuchten aber auch schauen, wo sonst noch überall geboßelt wird und welche Unterarten der Sportart es mittlerweile gibt, denn von einem reinen Friesensport kann schon lange nicht mehr gesprochen werden, Längst hat das Boßeln seinen Weg bis nach Bayern gefunden......

Irland Irland ist eines der Ursprungsländer des Straßenboßelns, oder wie der Ire es nennt, Ból an bhóthair. Wenn der Wettkampfschrei Faugh a Ballach! zu hören ist, dann sind die irischen Road-Bowler nicht fern. Zu den Hauptverbreitungsgebieten gehören momentan die Regionen Cork, Limerick, Louth, Mayo, Waterford und Armagh. Das Spiel in seiner heutigen Wesensart ist bis ins 17.Jahrhundert zurückverfolgbar. Damals war es auf den britischen Inseln noch weiter verbreitet. Neben weiteren Regionen in Irland war der Sport auch in Nordengland und Schottland sehr populär, gilt dort aber heute als ausgestorben. In die USA gelangte der Sport während des amerikanischen Bürgerkriegs, als Mitbringsel irischer Soldaten.

Niederlande Die Niederlande gehören wie Deutschland, Irland und Italien zu den 4 großen Nationen im Straßenboßeln. Dabei ist das Boßeln hier eher unpopulär, das Klootschießen (Klootschieten) steht hier an erster Stelle. Die holländische Variante ist dabei dem Weideboßeln sehr ähnlich und wird mittlerweile auch in deutschen Klootschießervereinen ausgeübt, außerdem ist es Bestandteil des kürzlich eingeführten Friesensportabzeichens. Allerdings wird die Hollandkugel (der Klootkugel sehr ähnlich) auch immer häufiger auf der Straße geworfen und auch das Eisenkugelwerfen ist sehr populär.

USA Die USA sind außerhalb von Europa die Nation, in der unser Sport am verbreitesten ist, vielleicht bald schon noch populärer als bei uns. Waren es zuerst nur die irischen und deutschen Einwanderer, die den Sport in die USA importierten erfreut er sich immer größerer Beliebtheit. Durchgesetzt hat sich hier eindeutig die irische Variante mit der Eisenkugel, das "deutsche" Straßenboßeln mit Gummi- und Holzkugel gibt es hier zwar auch, ist aber deutlich unpopulärer.

Spanien Das Tiro de Bola ist eine in in der spanischen Region Aragonien (speziell in Campo de Cariñena, Borja, Almunia, Épila, Calatorao und Saragossa) weit verbreitete traditionelle Sportart. Sie gehört zu einer Reihe von Sportarten, die (ähnlich wie beim Friesensport) von meist denselben Sportlern ausgeübt wird. Die Regeln sind dem deutschen Boßeln sehr ähnlich. Geworfen wird auf einer nicht asphaltierten Straße, meist auf alten Schotterwegen. Die Strecke ist dabei minimal 3 km lang, häufig aber bis zu 6 km. Gewinner ist der Werfer oder die Mannschaft, die die Strecke mit den wenigsten Würfen absolviert hat. Ein Team besteht aus 2 oder 4 Werfern und einem Anzeiger, dem sogenanntem "Marcador", der die Unebenheiten und die Straßenneigung inspiziert und entsprechend anzeigt..............

Italien Bocciaforte heißt die italienische Variante des Boßelsports. In manchen Gegenden sind auch die Namen "Bocetta su Strada", "Boccia su Strada" oder "Boccia alla Lunga" geläufig. Die verschiedenen Vereine haben sich 1998 zur ABIS, zur Associazione Bocetta su Strada zusammengeschlossen und sind wenig später auch der International Bowlplaying Association. Es gibt in Italien ca. 2500 bis 2600 Bocciatori, wobei der Frauenanteil verschwindend gering ist.

Schweiz Die Schweiz, man glaubt es kaum, war einst eine "Grande Nation" des Boßelsports. Die schweizerische Variante, das Krugeln, wurde ursprünglich in der ganzen Schweiz betrieben. Diese Sportart wird nur noch in Huttwil in der Schweiz im Kanton Bern ausgetragen. Auch gibt es dort nur noch einen offiziellen Verein, dem Kruglerverein "Immergrün" Huttwil. In allen anderen Regionen in denen der Sport früher ausgeübt wurde gilt er heute als ausgestorben. Sie stammt vermutlich aus der Zeit der Reisläufer im 14. bis 17. Jahrhundert. Damals haben sich die Soldaten während ihrer langen Märsche die Zeit mit dem Werfen von Kanonenkugeln vetrieben.