Klootschießerkreis 1 Butjadingen

Startseite | Impressum | Kontakt

USA

Boßeln in den Staaten

Die USA sind außerhalb von Europa die Nation, in der unser Sport am verbreitesten ist, vielleicht bald schon noch populärer als bei uns. Waren es zuerst nur die irischen und deutschen Einwanderer, die den Sport in die USA importierten erfreut er sich immer größerer Beliebtheit.
Durchgesetzt hat sich hier eindeutig die irische Variante mit der Eisenkugel, das "deutsche" Straßenboßeln mit Gummi- und Holzkugel gibt es hier zwar auch, ist aber deutlich unpopulärer.
Mittlerweile gibt es in sämtlichen Bundesstaaten der Ostküste Vereine, in den meisten sogar schon Verbände und auch an der Westküste bilden sich immer mehr Strukturen, sogar nach Kanada ist der Sport schon gekommen.
Betrieben wird es sowohl als Breitensport, daß dem "Bollerwagen-Boßeln" in Deutschland nicht unähnlich ist wie auch als Leistungssport mit "American Masters" und "North American Championships", bei letzterem wird ähnlich professionell trainiert wie in Europa, selbst Jugendarbeit ist hier nicht unbekannt.
Neu ist der Sport in den USA allerdings nicht, die Eisenkugelvariante wurde recht häufig während des Bürgerkrieges (1861-1865) ausgeübt, dort warfen die Soldaten in den Gefechtspausen ganze Turniere aus, bei denen auch große Summen verwettet wurden. Geworfen wurde schon damals mit den Eisenkugeln der kleinen Feldgeschütze. Hierzu sollte man wissen, daß in der Armee der Nordstaaten 10% deutsche und 9% irische Soldaten kämpften, in West-Virginia sogar 17% Deutsche und 12% Iren.

Und so wurde 1995 bei einem in der USA sehr populären "Bürgerkriegs-Rollenspiel", wo Szenen des Bürgerkriegs originalgetreu nachgespielt werden, ein Road-Bowling-Wettbewerb ausgetragen, welcher beim Publikum das Interesse an dem Sport weckte. Dies war der Startschuß und in nur 16 Jahren wurde aus einer einmaligen Vorführung ein überregionaler Breitensport.

Heute wird neben zahlreichen Turnieren eine überregionale Art "Champions-Tour" ausgeworfen und auch das Interesse an den europäischen Wettbewerben steigt. So nehmen immer wieder US-Werfer an den inoffiziellen Weltmeisterschaften teil oder am "King of the Road".